Multiparametrische MRT – technische Fusionsbiopsie

Zentral in der Diagnostik des Prostatakarzinoms sind derzeit klinische Untersuchung, PSA-Spiegel und histologische Analyse, typischerweise basierend auf einer standardisierten transrektalen Postatabiopsie. Die MRT der Prostata ist keineswegs eine Screeningmethode, sondern ein komplementäres Verfahren. Die Indikation zum multiparametrischen MRT ist bei hochgradigem Karzinomverdacht, lokales Staging beim klinisch fortgeschrittenen Karzinom, die Optimierung der Biopsieplanung bei negativer Vorbiopsie mit Fokus auf die Identifizierung von Hochrisikokarzinomen ("Indexläsionen"). Weitere Einsatzgebiete stellt die aktive Überwachung des Tumors und die Rezidivdiagnostik dar. Die neueste Entwicklung ist die Fusion von MRT-Bildern und Ultraschall-Bildern zur sogenannten Fusionsbiopsie mittels ensprechender…

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Roboterassistierte radikale Prostatektomie

Die Entfernung eines bösartigen Prostatatumors mit Hilfe des Roboters (DaVinci-System) ist seit einigen Jahren im Vormarsch. Nicht nur in den USA sondern auch in Mitteleuropa werden zusehends die radikalen Prostatektomien mit Hilfe des DaVinci-Systems durchgeführt. Für den Operateur zeigt sich das OP-Gebiet deutlich vergrößert und die Operationsübersicht ist damit verbessert. Für den Patienten bedeutet das kurze Krankenhausverweildauer, ausgezeichnete Wundheilung, optimales kosmetisches Ergebnis sowie geringe postoperative Schmerzempfindung. Dennoch ist, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, eine optimale Ausbildung des Operateurs von entscheidender Bedeutung.

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Rauchstopp und urologische Auswirkungen

Aktuell steigt der Nikotinkonsum bei der jungen Bevölkerung (besonders bei Frauen!) in Österreich, wir sind an zweiter Stelle der EU. In allen anderen EU-Staaten sinkt der Nikotinkonsum beträchtlich. Ein Beispiel: Junge Frauen rauchen in Österreich zu 42%, in den USA zu 17%. Das Nikotin schädigt nicht nur Gefäße und Lunge, sondern in ganz beträchtlichem Ausmaß auch die Blase. Wieder bei den Frauen ist die Diagnostik des Blasentumors verzögert und damit die Heilungschancen deutlich verringert, weil die Frauen primär andere Fachgruppen zur Behandlung aufsuchen. Deshalb die eindringliche Bitte: bei allen Beschwerden…

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Inkontinenztherapie

Die Inkontinenztherapie wird in Zukunft an Bedeutung noch mehr zunehmen. Nicht nur weil wir immer älter werden, sondern auch weil im Alter noch mehr Gewicht auf Aktivität und optimierten Lifestyle gelegt wird. In Österreich werden in einigen Jahren mehr als eine Million Menschen an verschiedenen Inkontinenzformen leiden. Nicht nur nach operativen Eingriffen, sondern auch durch das Älterwerden selbst wird sich der Therapieaufwand der Inkontinenz vermehren. Die zwei Hauptformen des ungewollten Harnverlusts sind die Belastungsinkontinenz und die Dranginkontinenz. Um eine optimale Therapieform zu finden ist ihr Urologe der richtige Ansprechpartner, denn…

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Diagnostische Aussagekraft niedriger PSA Werte

Prostatakarzinom tritt auch bei PSA Werten unter 4,0 ng/ml auf Seit sich das PSA als Tumormarker bei Werten über 4 ng/ml mit einem bestehenden Prostatakarzinom (PCA) assoziieren lässt, sucht man die optimalen Normalwerte bei gesunden Männern. Eine im New England Jounal of Medicine publizierte Studie untersuchte die Prävalenz (Häufigkeit) von PCA Männern aus dem Prostate Cancer Prevention Trial (PCPT), deren PSA-Werte bei 4 ng/ml und darunter lagen. Diese Studie überprüfte, ob eine einmal tägliche Behandlung mit Finasterid die Prävalenz von PCA reduzieren kann. Insgesamt 18.800 Männer wurden 7 Jahre lang…

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Vitamine und Soja – Die Ernährung der Zukunft?

Prostatakarzinomvorsorge durch sinnvolle Ernährung bzw. Nahrungsergänzung: Neue klinische Studien lassen die Hoffnung aufkeimen, dass durch Änderung der Lebensgewohnheiten (Lifestyle), insbesondere durch Nahrungsumstellung, das Prostatakarzinom in seinem Wachstum gehemmt werden kann. Aktuelle Daten zeigen, dass durch gezielte Zufuhr von Vitamin A,C,D und E, Selen sowie Tomaten (Farbstoff der Tomaten sog. Lykopene), die eine nachgewiesene antioxidative Wirkung haben, ein Schutzfaktor gegen die Entstehung des Prostatakarzinoms gebildet werden kann. Auch die sogenannten Phytoöstrogene (z.B. Flavonoide)und Saponine (z.B. in Sojaprodukten enthalten) helfen einen zusätzlichen Schutz aufzubauen. All diese Stoffe von Mutter Natur sind auch…

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